der „könig von biebrza“…einsiedler im sumpf…

moin zusammen,

als polen noch mitten im aufbruch war, hat krzysztof kawenczyński der zivilisation  den rücken gekehrt. er gab sein antiquariat 1991 in warschau auf,  und wurde der „könig von biebrza“. er, der das moderne leben in warschau nicht mehr aushielt wurde der einsiedler, der eremit, der mensch, der die natur über alles liebt. mit 22 hunden, einigen tarpan-hengsten (ausgerottete westliche form des eurasischen wildpferdes) und einigen rindern hat er es sich am waldrand in einer alten hütte gemütlich gemacht. mitten in polens größtem nationalpark (gegründet 1993). im nordosten des landes gelegen, nahe der grenze zu weißrussland. umgeben von 600 quadratkilometern unberührter natur; überwiegend aus sümpfen bestehend. krzysztof`s „holzhütten-palast“, der aus drei zimmern  besteht, birgt eine art anarchisches mini-museum, ein kuriositätenkabinett. versteckt vor den augen der welt. niemand kenne sich besser in den sümpfen und feuchtgebieten aus als der eremit. er kenne die höhlen der fischotter, die wechsel der elche und wölfe und er bestimme jede noch so seltene vogelart anhand des schreis; er habe ein enormes naturwissen…sagen die dörfler… 

in diesem raum lebt der „könig“ und manchmal ertönt aus einem seiner drei grammophone  der „kuckkuckswalzer“…

   

krzysztof kawenczyński: „scheinbar ist hier nichts los. aber hier ist das leben stabiler und ruhiger. es ist ein leben für das leben. ich hoffe, ich werde 100 jahre alt. so versuche ich, der natur jeden tag etwas näher zu kommen. irgendwann wird mich die natur verschlucken und dann gehe ich in sie ein. dann bin ich für immer hier. wenn ich jetzt raus in den wald gehe und mich die wölfe fressen, wäre das ein glück für mich. das ist der kreislauf der natur…“

   

   

 

die tarpan-pferde bewegen sich frei im gelände und die bruthöhle des waldkauzes befindet sich unmittelbar vor seiner eingangstür…(in der pupille des kauzes spiegelt sich des königs`haus)

   

sein „königspalast“,  das toilettenhäuschen, die ehemalige sauna und das kleinod-museum 2. gebäude…

   

was für ein geschenk, diesem menschen begegnen zu dürfen…