„tiefer gelegt“…mit dem floating hide in island

moin zusammen,

der belgier jan goddefroy lebt in tschechien und ist hersteller von floating hides (schwimmendes tarnversteck) und anderen dingen, die der naturfotograf so braucht:  https://mrjangear.com 

mit ihm machte ich mich über die faroer inseln auf den weg nach bolungarvik im nordwestlichsten teil islands. bei unserem zweitägigen stop auf den faroer inseln besuchten wir die papageientaucher auf der vogelinsel mykines. die kleinen bunten und flinken kerle zu beobachten war die helle freude…

   

die inseln selbst zeigten sich, wie nicht anders zu erwarten, als eindruckvoll karg, stürmisch und mit viel „wikinger-energie“…

   

an unserem zielort in island angekommen trafen wir dann auf „den rest der truppe“: 1.bild / von links: markus varesvuo (finnland), minna lindroth (finnland), tom dyring (norwegen), jan goddefroy (belgien), philippe garcia (frankreich) und boris belchev (bulgarien). ziel unseres treffens war es, neue produkte zu testen und die umgebung für geeignete floating-einsätze zu erkunden und kennen zu lernen. 2. bild: „the hunter“ tom dyring from norway. 3. bild: sterntaucher zum greife nahe vor der linse von toms`hide… 4. bild: floating hide

   

so ging es dann auch am ersten morgen gleich „zeitig“ zur sache. zeitig heißt: 02:00 aufstehen, um dann spätestens um 03:00 im wasser zu sein. bei sonnigen bedingungen ist das ein muss. ist es bewölkt darf man zwei stunden später aus den federn. also, hide aufbauen, den dicken neoprenanzug überziehen und für drei bis vier stunden ab in das kalte wasser eines gebirgsflusses, der in das meer mündete. der nebel, der die frühe stunde begleitete, war bezaubernd. (eiderente männlich, eiderente weiblich, sterntaucher, rotschenkel)…

   

oder die tiere beim morgendlichen bad zu beobachten…

   

unsere erkundungen führten uns auch in einen kleinen schmalen teich, wo ein sterntaucherpaar seine jungen grosszog. was für ein spektakel…bedingt durch die knappen ausmasse  des teiches brauchte der taucher fast die ganze länge der  wasserfläche für seinen startvorgang. wie ein jet paddelte er zur startposition, dann kurz noch mal alles checken und ab ging die post. fotografisch eine herausforderung bei der geschwindigkeit. aus „sicherer entfernung“  lugten unsere „tiefer gelegten“ linsen nur wenige zentimeter über der wasseroberfläche aus den hides. noch schwieriger stellte sich für uns fotografen der landevorgang dar. mit dem fisch im schnabel schossen die taucher aus immer wieder wechselnden richtungen ins wasser. ein „lucky punch“ ist mir wohl gelungen…  🙂

   

   

ein ausflug, in einen 1,5 std entfernten fjord, führte uns an eine flussmündung. das wasser, von einem gigantischen wasserfall gespeist, floss direkt ins meer. hier trafen wir auf eine recht grosse eiderenten-population und die bunte „harlekin-ente“. die begegnung mit den tieren hier war wirklich berührend. die jungen, wie die alten, schwommen bis auf armlänge an uns heran. so waren wir „mittendrin“ in der kinderstube und die tiere waren völlig entspannt und schienen uns in keinster weise als störung zu empfinden. ein grossartiges erlebnis.

   

   

der eistaucher gilt als der mystische vogel des nordens. ihn einmal vor der linse zu haben, ist der wunsch vieler naturfotografen…

   

und wenn wir mal nicht im wasser waren, darf natürlich auch ein „bißchen dynamik“ nicht fehlen… hier: flugstudien der arctic terns

   

den guten abschluss bildeten unsere liebgewonnenen sterntaucher…