…griechische malerei…

moin zusammen,

„scharfe bilder sind langweilig“ behauptet der schwedische fotograf bränningsland. ich stimme dem in großen teilen zu. allemal, wenn die bilder eine pure und ideenlose reproduktion des gesehenen, und zudem fotografisch auch noch schlecht umgesetzt sind. unscharfe bilder zu machen ist heute fast unmöglich. versteht man die kamera jedoch als kreatives werkzeug und nicht nur als „mach-mir-mal-schnell-ein-scharfes-bild-maschine“ eröffnen sich möglicherweise ganz neue gestalterische perspektiven.  eine möglichkeit besteht „vereinfacht ausgedrückt“ darin, das man eine längere verschlußzeit (1/5 bis 2 sek.) wählt und die kamera während des auslösens bewegt. das klingt zunächst sehr einfach… 🙂

in der vergangenheit praktizierte ich diese technik ja schon hin und wieder, habe sie in diesem urlaub aber fast ausschließlich zu übungszwecken eingesetzt. denn die gelungene umsetzung bedarf schon einiger zuwendung. die ergebnisse, die teilweise wie gemälde anmuten, können überraschend kreativ und interessant sein. ob das nun gefällt, der betrachter darf das gerne für sich entscheiden… 🙂

in dem beruhigenden wissen, das meine übungsergebnisse niemanden ansprechen müssen (aber natürlich gerne dürfen), stelle ich mir mit freude gegenüber gerne fest: „ich bin völlig begeistert“!!!  🙂

im vorfeld hatte ich schon einige fragen nach dem motto: „keine ahnung…wie macht der das bloß?“

für die fotografen: alle aufnahmen sind einzelbelichtungen (keine mehrfachbelichtungen), bei fast allen aufnahmen lag die verschlußzeit zwischen 1 bis 2 sek., alle aufnahmen ohne stativ; aus der hand (dadurch ist man in der führung der kamerabewegungen beweglicher). durch ein teilweise vorgewähltes preset in der kamera war es mein ziel, die postproduktion so gering wie möglich zu halten. d.h., das die bilder im wesentlichen so, wie hier abgebildet, aus der kamera gekommen sind…