…perspektive gewechselt…

moin zusammen,

peter lindbergh, ein weltberühmter modefotograf der dieses genre viele jahre entscheidend mitgeprägt hat, wurde bei einer grossen ausstellungseröffnung gefragt: „wie ist das eigentlich für sie als fotograf, wenn so viele kameras wie gerade jetzt auf sie gerichtet sind“. seine antwort kam schnell und eindeutig: “sind es viele kameras, kein problem. ist es eine, suche ich das weite…!!!“

so ist es. die kamera erlaubt dem fotografen zugang zum model, gibt ihm aber auch schutz. deshalb verstecken sich viele hinter der kamera und sagen: „hinter der kamera fühle ich mich wesentlich komfortabler als davor.“ auch selbstbewusste fotografen empfinden vor der kamera unbeholfenheit, unsicherheit und befangenheit.

„will ich aber ausdrucksstarke, authentische „menschenbilder“ machen, muss ich verständnis dafür entwickeln, was es heisst und wie es sich anfühlt, sich fotografieren zu lassen. also muss ich selbst zum fotomodel werden. das unbehagen spüren, die emotionale belastung erleben und mich mit dem gefühl der eigenen unsicherheit auseinandersetzen, das beim blick auf kamera und objektiv entsteht.“ (chris orwig)

habe verstanden! gesagt, getan. so bat ich gestern kurzerhand meinen fotofreund thomas gräser, mich zu portraitieren.

und wenn peter lindbergh sagt: „das foto zeigt nicht das model, sondern den „raum“ oder die „relation“, die zwischen model und fotograf entsteht“…seht ihr hier, was entstanden ist.

tommi, DANKE für das gute miteinander.