…knipsen am limit…

 

 

 

moin zusammen,

seit einigen tagen sind am seeburger see die rauchschwalben zurück. ich denke ja naiverweise immer, das ich von der knipserei ne kleinigkeit verstehe… 🙂 und sage zu mir beim anblick der flinken gesellen: „och, die machste mal…“

aber rauchschwalben bei der „vollspeed-frühstückssuche“ knapp über der wasseroberfläche auf den sensor zu bannen ist echt hartes brot; trotz bester technik. mit längeren brennweiten hat man durch die hohe geschwindigkeit und das extrem unstete flugverhalten der vögel kaum eine chance. der weg vom vermeintlich vorausschauenden fotografenauge, bis zum kommando über das gehirn an den auslösefinger mit anschließender aktivierung der technik ist einfach frustrierend langsam und träge (wahrscheinlich altersbedingt :-)). will man aber keine bilder abliefern zu denen der gefällige betrachter wohlwollend sagt: „schöne wasserstrukturen hast du da gemacht, aber da oben rechts den sensorfleck solltest du mal wegmachen“ und du dann mit roten ohren hochpeinlich erklären musst, das das doch „deine rauchschwalbe“ ist, hat man überhaupt nur  eine chance auf ein vernünftiges ergebnis wenn man aus meiner erfahrung wie folgt vorgeht: eher weniger brennweite bis max. 300 mm (damit ist man am schnellsten in der verfolgung), auf ca. f6.3 abblenden, min 1/2000 sec, schnellstmöglichen af, rechtzeitiges anfocussieren und mitziehen. dann könnte, wenn es gut läuft und es ein guter tag für dich war,  bei mehreren 100 bildern vielleicht eines dabei sein was man vorzeigen kann und man hat allen grund die „fette beute“ zu feiern… 🙂

wie schon mehrfach ausgeführt: autobahnbrücken halten da mehr still und sind durchaus leichter abgelichtet. die schwalbenfotografie vertehe ich einfach als anspruchsvolle übungseinheit im sinne von aufmerksamkeits- und techniktraining. einfach mal ausprobieren…

p.s. habe heute morgen festgestellt, das es eine kleinigkeit leichter geht, wenn die wasseroberfläche ruhig und spiegelglatt ist, dann kann der autofocus besser „fassen“.